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Schutzhandschuhe

Medizinische Schutzhandschuhe können eine sinnvolle Ergänzung persönlicher Hygienemaßnahmen sein. Man sollte aber unbedingt einige Regeln beachten.

Medizinische Schutzhandschuhe

Um sich vor Schadstoffen und Keimen aller Art zu schützen, sind medizinische Schutzhandschuhe eine sinnvolle Maßnahme. Dies gilt unter Beachtung bestimmter Regeln bei der Verwendung auch im Zuge der SARS-CoV-2 Pandemie.

Schutzhandschuhe zum Einsatz im medizinischen Bereich

Auch wenn die äußere Anmutung zunächst keinen Unterschied erkennen lässt, unterliegen Schutzhandschuhe, die im medizinischen Bereich eingesetzt werden, der DIN EN 455 und unterscheiden sich damit wesentlich von herkömmlichen Gummihandschuhen aus dem Haushaltsbedarf.
Bisher waren medizinische Schutzhandschuhe besonders bei Personen, die beruflich in Patientenkontakt sind oder häufig in Bereichen mit erhöhter Keimbelastung tätig sind, von großer Bedeutung. Seit dem Ausbruch der Pandemie sind sie aber auch im Bereich des Selbstschutzes als Ergänzung der persönlichen Hygienemaßnahmen empfehlenswert.
Medizinische Handschuhe zeichnen sich im Wesentlichen durch eine hohe Reißfestigkeit und weitestgehend antiallergenes Material aus. Meistens werden sie aus Latex hergestellt.

Regeln bei der Verwendung

Medizinische Schutzhandschuhe sind ein Einwegprodukt. Der Schutz, den sie bieten können, basiert auf der direkten Entsorgung der Handschuhe nach Gebrauch. Dies hängt damit zusammen, dass die Handschuhe nur dem Selbstschutz dienen. Dazu sollten die Handschuhe nach Gebrauch in einem geschlossenen Behälter entsorgt werden.
Eine Mehrfachverwendung unterminiert die Schutzfunktion der Handschuhe. Dies hängt damit zusammen, dass zum Beispiel SARS-CoV-2 auf der Oberfläche aktiv bleibt und so weiterhin infektiös bleibt.
Wichtig ist außerdem, dass beim Ablegen der Handschuhe darauf geachtet wird, dass die Handschuhinnenflächen nach außen gekehrt werden und unbedingt der Kontakt zur Handschuhaußenfläche verhindert wird.

Dauer der Verwendung

Medizinische Schutzhandschuhe sollten möglichst nach jeder mit ihnen ausgeführten Tätigkeit gewechselt werden. Unbedingt gilt, dass die Handschuhe nicht ganztägig getragen werden sollten. Nach jeder Verwendung kann die Oberfläche des Produktes kontaminiert sein und eine Berührung im Gesicht oder ein Reiben im Auge kann bereits ein Infektionsgeschehen auslösen.

Desinfektion von medizinischen Schutzhandschuhen

Eine immer wieder aufkommende Frage ist die nach der Möglichkeit die Handschuhe zu desinfizieren. Grundsätzlich ist dies möglich, unterliegt aber einigen Voraussetzungen. Die Handschuhe müssen chemikalienbeständig sein. Sind sie dies nicht, werden sie durch Desinfektionsmittel porös und verlieren ihre Schutzwirkung.
Grundsätzlich sind aber auch chemikalienbeständige Handschuhe nicht dauerhaft gegen erneute Desinfektionsmaßnahmen geschützt. Je häufiger desinfiziert wird, umso größer die Gefahr der verstärkten Perforation der Handschuhe und der damit einhergehende Verlust des Schutzes vor Keimen und Schadstoffen.
Die Desinfektion von medizinischen Schutzhandschuhen ist aber dennoch angezeigt, falls ein häufiger Wechsel nicht möglich ist. Sollte man, aus welchen Gründen auch immer, in einer Situation nicht in der Lage sein, die Handschuhe regelmäßig zu wechseln, kann durch eine Desinfektion die Ansammlung infektiöser Partikel auf der Handschuhoberfläche eingedämmt werden. Dies sollte aber nur in Ausnahmefällen praktiziert werden.

Medizinische Handschuhe empfehlenswert?

Grundsätzlich sind medizinische Schutzhandschuhe zur Ergänzung der individuellen Hygienemaßnahmen eine Empfehlung. Dies gilt aber nur, wenn man die Regeln zur Anwendung einhält und darauf achtet, die Handschuhe so oft wie möglich zu wechseln. Ignoriert man die Maßnahmen zu einer sachgerechten Anwendung, kann die Verwendung mehr schaden als nutzen. Bei Nichteinhaltung können die Handschuhe ihre Schutzwirkung verlieren. Außerdem bilden sich je länger das Produkt getragen wird immer mehr Bakterien auf der Haut, die auch zu Infektionen führen können.